|
Die Geschichte von Menorca beginnt in der Bronzezeit, danach wurde die Insel geprägt durch Phönizier, Karthager und Römer. Die Geschichte Menorcas ist die Geschichte des Mittelmeeres. Nach den Römern kamen die Araber und die Christen. Heute ist Menorca eine Balearen-Insel, die in erster Linie vom Tourismus lebt. Seit den Anfängen bis heute ins 20. Jh. war Menorca das Ziel zahlreicher Angriffen verschiedener Kulturen, Völker und Länder, die die Herrschaft über die Insel übernehmen wollten, aufgrund ihrer wichtigen geostrategischen Lage. Als Erstes ist über Menorca zu sagen, dass die Insel sich in einer geostrategisch sehr wichtigen Lage befindet, so dass im Laufe der Zeit viele verschiedene Völker hierher gelangt sind. Die Insel ist deshalb heute ein Museum der Geschichte des Mittelmeers unter freiem Himmel.
Beginnen wir die Geschichte der Insel, der zweitgrössten der Inselgruppe Balearen, mit der Bronzezeit. In dieser Epoche wurden die ersten Bauwerke errichtet, ähnlich denen, die auch auf den Inseln Mallorca, Sardinien oder Malta existieren. Danach kamen die Phönizier mit ihren Handelsschiffen, die Griechen und die Karthager. Es waren auch die Karthager, die das heutige Ciudadela bauten und gründeten. Damals hiess die Stadt Jamman. Sie bauten ebenfalls die Stadt Mahón, die heutige Hauptstadt der Insel, deren ursprünglicher Name Maghem war. Beide Städte wurden im 7. Jh. v.Chr. erbaut.
Im Jahr 123 v.Chr. wurde die Insel vom Römischen Imperium erobert und diese Herrschaft dauerte an bis zum Beginn des 5. Jh., bis zuerst die Vandalen und dann die Byzantiner sich auf Menorca nieder liessen. Im 10. Jh. besetzten die Araber die Insel.
Deren Herrschaft über die Insel dauerte bis ins 13 Jh., genauer bis 1229, als Jaime I kam und Menorca für den christlichen Glauben und die Krone von Aragon wieder eroberte. Auf Alfonso III von Aragon folgten Jaime II der Gerechte und Jaime II von Mallorca, der 1295 mit der Unterzeichnung des Abkommens von Anagni erreichte, dass die Insel ein Teil des Königreiches Mallorca wurde und der Regierung von Jaime III angehörte. Kurz danach löst sich das Königreich Mallorca auf und die Inseln werden ein Teil der Krone von Aragon.
Von hier an zeigt sich die Geschichte der Insel in zwei Gesichtern. Auf der einen Seite der Glanz des Seehandels, andererseits die Dekadenz des 14. Jh. Im 15. und 16. Jh. erlebte die Insel die Epoche des grössten Niedergangs. Kämpfe zwischen den Reichen und den Armen, der katalanische Aufstand gegen Juan II, Angriffe der Türken (1535 zerstörten sie Mahón und einige Jahre später auch Ciudadela). Diese Unruhen verursachten viele Schäden auf der Insel. Heute findet man in Ciudadela die Überreste der Schlacht gegen die Türken in Form eines Obelisken, der an die Konfrontation im Jahr 1558 erinnert.
Aber die Geschichte geht weiter und im 17. Jh. wurde die Insel nach dem 7-jährigen Krieg von den Franzosen eingenommen. Einige Jahre später, nach dem Vertrag von Paris wurde die Insel ein Teil des britischen Reiches. Kurz danach eroberte sie Frankreich zurück und so gab es einige Jahre hindurch einen Wechsel zwischen Frankreich und England, bis zum Vertrag von Amiens, im Jahr 1802, mit dem die Insel Menorca an Spanien zurückgegeben wurde.
Während des Bürgerkrieges hielt Mahón zur Republik und zur Regierung, während Mallorca sich mit den Putschisten verbündete.
Seit den 60er und 70er Jahren hat sich das Leben auf der Insel wieder geändert und basiert nun auf der Landwirtschaft, der Fischerei und auf dem Tourismus, der aktuellen Haupteinnahmequelle von Menorca. |